Die Essenz einer erfolgreichen Traditionsmarke liegt immer in ihr selbst.
Man muss sie nur von dem „Beiwerk“ befreien, das sich über die Jahre angesammelt hat. Das gilt natürlich für Strategie und Erscheinungsbild gleichermaßen.
Bei Qualitätsprodukten haben sich die „guten alten Zeiten“ als das mit Abstand stärkste Verkaufsargument und nachhaltigste Kundenbindungsprogramm erwiesen. Die bisweilen verklärte Erinnerung muss allerdings aktualisiert und den neuen Zielgruppen auf Augenhöhe präsentiert werden.
Gestalterische Reduktion auf die optische Markenessenz ist dabei wesentlich. Ebenso wichtig ist es, der Verlockung zu widerstehen, moderne Elemente hinzuzufügen, die allzu oft ein sehr "naheliegendes" Ablaufdatum haben.

Palmers - Lingerie seit 1914
Ein Schlüssel zum Erfolg von Palmers war die hohe Qualität in allen Bereichen. Produkt-Design und Fertigung machten Palmers zum Marktführer, die Beratungsqualität in den Filialen setzte Maßstäbe.

Ende des 20. Jahrhunderts zog sich die Familie Palmers zurück, der Markt wurde härter und das Unternehmen agierte ohne klare Leitlinie. Diese Verunsicherung wurde 2005 durch eine drastische Umgestaltung des Corporate Designs zusätzlich genährt.

2016 übernahmen die drei Brüder Wieser das Ruder. Sie machten Palmers wieder zum Familienunternehmen und den erfolgsbringenden Qualitätsanspruch zum obersten Gebot. Diese „Rückbesinnung“ wurde zu unserem Ansporn, dem ursprünglichen Erscheinungsbild wieder zeitgemäßes Leben einzuhauchen.
Nach über zehnjähriger Absenz reaktivierten wir das originale, enorm prägnante Grün, brachten das Gold auf Hochglanz, optimierten behutsam das legendäre, hundertjährige Palmers Logo und kombinierten alle Stilelemente mit dem Selbstbewusstsein einer Kultmarke.

(Siehe auch die Case-Study Palmers)


Bösendorfer - Klavierkunst seit 1828
Nach beinahe 200 Jahren tradierter Erfahrung entwickelte Bösendorfer den Ehrgeiz, ihren Konzertflügel komplett neu zu erfinden. Außer den drei Beinen blieb kein einziges Bauteil unverändert. Dem wichtigsten Bestandteil, der so unverwechselbar klingenden Bösendorfer Seele, wurde durch die technische Perfektion noch mehr Qualität, Eigenständigkeit und hörbare Strahlkraft eingehaucht.

Genau so verstanden wir auch unsere Mission für die Marke Bösendorfer. Die (R)Evolution der Produktqualität machten wir durch ein (P)Redesign der Marke erlebbar und nachvollziehbar. Im Gegensatz zur akustischen Technik setzte das neue optische Erscheinungsbild allerdings nicht auf Neuentwicklung, sondern auf Rückbesinnung.

2005 startete Bösendorfer einen Modernisierungsversuch des Schriftzuges. Ein optisches Zitat der digitalen Welt wurde bemüht, die Formensprache seinerzeit erfolgreicher mobiler Applications lag nahe. Formal stand dies jedoch für das Gegenteil von analoger Klangqualität, Handarbeit und Klavierbaukunst, verfehlte den Bösendorfer Markenkern und verblasste schon wenige Jahre später im digitalen Alltag

Wir „befreiten“ den filigranen und äußerst komplizierten Schriftzug, stellten ihm eine schnörkellose Formensprache und Typografie zur Seite und addierten großzügigen Wirkungsraum. So beherrscht die Marke nun auch optisch das unverwechselbare, breite Klangspektrum eines wahren Bösendorfer Konzertflügels.

(Siehe auch die Case-Study Bösendorfer)

Kneissl - Pioniergeist seit 1862
Karl Schranz, Toni Sailer, Franz Klammer, Bernhard Russi sind die Helden vieler Generationen und brachten den Kneissl Stern zum Leuchten. Das Geheimnis dieser Strahlkraft liegt allerdings in den ureigenen Kneissl Markenwerten: Pioniergeist, Neugier und Experimentierfreude. Bis heute stecken auch in jedem anderen Schi weltweit bahnbrechende Erfindungen von Kneissl. Erst die Schichtbauweise oder Taillierung machen den modernen Schi derart agil und einfach beherrschbar.

Unsere Aufgabe: Wie in der Vergangenheit sollte Kneissl stolz, eigenwillig und mutig auftreten. Mit dem neuen Design der Schikollektion, etwa, konnten wir unübersehbar beweisen, dass selbstbewusste Reduktion weitaus mehr über eine Traditionsmarke erzählt, als die meist modisch dominierte und beliebig austauschbare Opulenz der Konkurrenz.

(Siehe auch die Case-Study Kneissl)

Westfalia – Aus Liebe zum Pferd seit 1844
Dank einer 175-jährigen Tradition, wurde Westfalia zu einem Synonym für anspruchsvollen Transport von Mensch und Pferd. 2015 übernimmt die österreichische Familie Gottschalk das Unternehmen – und entwickelt gemeinsam mit Tierärzten, Designern und Ingenieuren Innovationen, die ganz im Dienst von Gesundheit und Sicherheit der Pferde stehen.
Westfalia verbindet heute Erfahrung mit der technischen Perfektion und dem designerischen Anspruch der modernen Autoindustrie. Das "Verkuppeln" von traditionellen Werten mit modernster Ingenieurskunst, optischem Premiumanspruch sowie einer tiefen Liebe zu Pferden ist exakt die Geschichte, die wir mit dem Redesign erzählen wollten.
www.westfalia-trailer.at